Intensive Energien im Zeitgeschehen – Meine ehrliche Reflexion

Aktuelle Energien: Zwischen Loslassen und Vertrauen

Heute möchte ich über die aktuelle Energien sprechen, die ich im Zeitgeschehen wahrnehme.

Wie nehme ich die aktuellen Energien wahr? Es ist ordentlich was los. Es ist anstrengend. Es ist viel. Manchmal nur schwer zu ertragen. Es ist eine Herausforderung und eine Übung immer wieder zu mir zurück zu finden. Die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken, anstatt nach außen. Der Winter macht es uns ja schon vor. Wir ziehen uns eher nach innen zurück. Aber es ist nicht leicht, sich nicht vom äußeren Geschehen ablenken oder beeinflussen zu lassen. Bei sich zu bleiben, wenn um einen herum der Sturm tobt. Eine Kältewelle jagt die nächste. Seit Wochen haben wir Temperaturen jenseits der -20 oder sogar -30 Grad C. Es ist, als ob die Härte des Winters auch das weitere Geschehen, das sich gerade auf dem Planeten abspielt, widerspiegelt.

Wenn es zu intensiv wird. Zu mächtig. Dann kann ich nur noch loslassen und darauf Vertrauen, dass etwas Neues entsteht. Loslassen von Altem, das ausgedient hat, kann ein schmerzhafter Prozess sein. Und das Neue kann es schwer haben, sich als Lichtstrahl durch eine dicke Wolkendecke zu bahnen. Wenn der Lichtstrahl es aber schafft, dann möchte ich ihn Willkommen heißen und dankend annehmen. Bis das geschehen kann, helfe ich gedanklich die Wolken beiseite zu schieben.

In den letzten Wochen wurde ich in mehrerer Hinsicht auf die Probe gestellt und ich muss mir eingestehen, dass ich zeitweise kläglich versagt habe. Ich habe es nicht geschafft bei mir zu bleiben und im Frieden zu sein. Ich war innerlich aufgewühlt, habe mich von äußeren Umständen total aus der Fassung bringen lassen und fühlte mich verloren. Machtlos. Ich bin nicht so stark, wie ich gerne sein möchte. Und dann wiederum: ist es nicht menschlich, wenn einen Worte berühren oder verletzen? Ist es nicht menschlich, wenn ich darüber nachdenke, wie ich mich hätte verhalten können oder der andere? Ist es nicht menschlich sich Frieden zu wünschen? Ich denke schon. Würde ich nicht diese Gedanken und Gefühle haben, wäre ich eine Maschine oder ein sehr empathieloses Wesen. Ich tue mein Bestes. Ich bin nicht perfekt. Ich übe mich darin, ein besserer Mensch zu werden. Das bedeutet auch zwischen Wunschdenken und Realität zu differenzieren. Doch gerade, wenn ich auf Hindernisse im Leben stoße oder auf die Probe gestellt werde, habe ich die Möglichkeit daran zu wachsen.

Ich gucke mir später, wie in einem Film, noch einmal das Erlebte an. Oft spule ich in Gedanken ein Dutzend Mal zurück an dieselbe Stelle und analysiere mein Verhalten und das des anderen.

Manchmal besteht die Lehre darin zu erkennen, wo ich mich gerade in der Entwicklung befinde und was noch ausbaufähig ist. Manchmal besteht sie aber auch darin zu verstehen, dass ich nichts hätte anders machen können, um eine angenehmere Erfahrung machen zu können. Es ist die Erkenntnis, dass es den absoluten Frieden nicht auf Erden gibt. Nicht jeder möchte ihn, nicht jeder strebt danach. Das zu akzeptieren ist die eigentliche Lehre auch wenn mir das Verständnis dafür fehlt. Ich kann niemanden bekehren. Der Wille zur Veränderung muss in jedem selbst passieren. Somit lasse ich die Begegnung ruhen. Verabschiede sie und drehe ihr den Rücken zu und gehe weiter meinen Weg, der sich für mich richtig anfühlt. 
 

 

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